|
Hauttumorzentrum im Medizinischen Zentrum Bonn |
|
|
Das Hauttumorzentrum im Medizinischen Zentrum Bonn Friedensplatz trägt dem rasanten Anstieg der Hautkrebs-Neuerkrankungen Rechnung und gewährleistet eine qualitätsgesicherte, ambulante Behandlung von Patienten mit unterschiedlichen Stadien von Hautkrebs.
Schwerpunkte des Hauttumorzentrums sind
- die Anwendung modernster, patientenfreundlicher Therapieverfahren
- die Orientierung an den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)
- die interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Erreichen einer optimalen Diagnostik und Therapie
Hautkrebs
Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Europa. Nach aktuellen Zahlen liegt die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen in Deutschland jährlich bei ca. 120.000. Deshalb sind Vorsorgemaßnahmen wie das Hautkrebsscreening und die frühzeitige Behandlung die Grundlage für den erfolgreichen Kampf gegen Hautkrebs und seine Folgen. Ca. 80% aller Hautkrebs-Neuerkrankungen sind sog. weißer Hautkrebs und seine Frühformen (Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und aktinische Keratosen), gefolgt von dem gefährlicheren schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom sowie seltenere Hautkrebsarten wie Lymphome der Haut, Angiosarkome und das Merkelzell-Karzinom.
Das Ärzteteam des Hauttumorzentrums im MVZ befasst sich mit der Vorbeugung, Frühdiagnose und Behandlung von allen Formen von Hautkrebs. Die Säulen des Hauttumorzentrums bilden die Aufklärung und Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Weil Menschen nach Organ- oder Stammzelltransplantation ein bis zu über 200-fach erhöhtes Risiko für Hauttumoren besitzen und die Betreuung sowie die Therapieplanung besonderer Erfahrung bedarf, haben wir eine spezielle Transplantiertensprechstunde eingerichtet. Aufgrund der lebenslang notwendigen Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem beeinträchtigen, kann bei transplantierten Menschen Hautkrebs nicht nur schneller, sondern auch in ungewöhnlicher Form auftreten. Deshalb sind Hautärzte wichtige Partner für diese Menschen.
Hautoperationen
In unseren modernen Operationssälen werden alle Formen von Hautkrebs mittels der gewebeschonenden "mikroskopisch kontrollierten Chirugie" behandelt. Hierdurch läßt sich ein optimales kosmetisches Ergebnis bei gleichzeitig vollständiger Tumorentfernung erzielen. Ebenso wird in unserem Zentrum die Wächterlymphknoten-Exzision beim malignen Melanom routinemäßig ambulant durchgeführt. Die meisten Operationen werden in der patientenfreundlichen Lokalanästhesie durchgeführt.
Photodynamische Therapie
Die gezielte nichtoperative Behandlung von Hautkrebs und Hautkrebsfrühformen ist ein besonderer Schwerpunkt unseres dermato-onkologischen Behandlungsspektrums. Auch ein großflächiger Befall z.B. der Kopfhaut kann mit sehr gutem therapeutischen und kosmetischen Erfolg behandelt werden.
Sanft aber wirkungsvoll – neue Therapie bei Krebs
Im Medizinischen Zentrum Bonn Friedensplatz werden Patienten mit Hauttumoren sehr erfolgreich mit der „Elektrochemotherapie“ behandelt – kaum Nebenwirkungen.
Eine in Deutschland noch neue Therapie bei der Behandlung von Patienten mit Hauttumoren und Hautmetastasen wird im Medizinischen Zentrum Bonn Friedensplatz durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein in anderen europäischen Ländern
bereits etabliertes Verfahren, die so genannte Elektrochemotherapie, eine Kombination von Chemotherapie mit Elektroimpulsen.
Die sonst übliche eingesetzte Chemotherapie stellt für jeden Patienten eine große Belastung dar. Haarausfall, Übelkeit – das sind die bekannten Nebenwirkungen. Nicht so bei der „Elektrochemotherapie“, sie bekämpft Krebstumore sanft in Bezug auf die Nebenwirkungen, doch wirkungsvoll, was die Krankheit betrifft. „Wir setzen dieses Therapieverfahren in unserem Fachbereich Dermatologische Onkologie mit großem Erfolg bei Patienten mit Hauttumoren und Hautmetastasen ein“, sagt Professor Dr. med. Uwe Reinhold, Leiter des Fachbereichs und Mitgründer des Medizinischen Zentrums Bonn Friedensplatz. Hautmetastasen können auch in einem fortgeschrittenen Stadium bei Brustkrebs auftreten, so dass diese Therapie sich ebenfalls für bestimmte Patientinnen mit einem Mammakarzinom eignet.
Bei der Behandlung mit der „Elektrochemotherapie“ werden die Tumore gezielt zerstört, ohne dass gesundes Gewebe geschädigt wird. Das Verfahren kann mehrfach wiederholt werden und wird von Reinhold ambulant verabreicht. Ein besonderer Vorteil ist, dass in einer Therapiesitzung viele Knoten auf einmal behandelt werden können.
„Aufgrund der wenig belastenden und einfachen Durchführbarkeit eignet sich das Verfahren gut als Alternative zur Operation oder Strahlentherapie bei alten und/oder an mehreren Krankheiten leidenden Menschen“, betont Reinhold. Das Medizinische Zentrum Bonn Friedensplatz ist das erste ambulante Kompetenzzentrum „Elektrochemotherapie“. Als zweites Zentrum hat momentan nur die Universitätshautklinik in Kiel die Möglichkeit, Patienten mit dieser effizienten Therapie zu behandeln.
Die „Elektrochemotherapie“ wird inzwischen routinemäßig in verschiedenen europäischen Ländern als onkologisches Therapieverfahren eingesetzt. Das Behandlungskonzept wurde während der vergangenen zehn Jahre nach umfangreichen Untersuchungen im Rahmen von EU-geförderten klinischen Studien entwickelt.
|