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Schlaganfall-Prophylaxe PDF Drucken


Verengungen der Halsschlagader - Vorbeugung von Schlaganfällen

An erster Stelle steht die Erkennung und Behandlung von Risikofaktoren. Hier sind besonders zu nennen:

  1. Nikotinkonsum
  2. arterielle Hypertonie (= Bluthochdruck)
  3. Diabetes mellitus (= Zuckerkrankheit)
  4. Fettstoffwechselstörungen
  5. weitere Stoffwechselerkrankungen wie Homocysteinämie, Antiphospholipidsyndrome sowie eine bereits bestehende koronare  Herzerkrankung (KHK), evtl. bereits ein Zustand nach Herzinfarkt.
Bei  Vorliegen  entsprechender Risiken empfiehlt sich eine Ultraschalluntersuchung zum Ausschluss oder Nachweis von Stenosen (Engstellen).


Sollte es zu
  • flüchtigen Lähmungen eines Armes oder Beines oder einer Körperhälfte
  • flüchtigen Sprachstörungen
  • einer flüchtigen  Blindheit eines Auges
  • oder zu Schwindelattacken mit Gehstörungen
gekommen sein, muss  dringend eine weiterführende Diagnostik erfolgen, da in der direkten Folgezeit nach einem solchen Ereignis vermehrt schwere Schlaganfälle auftreten.

Es empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  1. körperliche Untersuchung
  2. Ultraschalldiagnostik (farbkodierte Doppler- und Duplexsonographie )
  3. evtl. transcranieller  Doppler/Duplex (= Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße)
  4. Radiolog. Diagnostik des  Gehirns (CT oder NMR (Kernspintomographie))
  5. evtl. Angiographie der hirnversorgenden Gefäße
  6. evtl. weiterführende kardiologische Diagnostik
  7. Nach Würdigung aller Befunde Therapieentscheidung:
  • konservative, medikamentöse Behandlung
  • Operation
  • evtl. PTA mit Stent-Implantation

www.gefaesschirurgie.de

Folgende diagnostische Verfahren stehen  im MVZ  zur  Verfügung:

  •  Farbkodierte Dopplersonographie
(Gefäßchirurgie Dr. med. Jörg Korn)
  •  Farbkodierte Duplexsonographie
(Gefäßchirurgie Dr. med. Jörg Korn)
  • Transcranieller   Doppler/Duplex
(Neurologie Dr. med. Oliver Scharwat
  • Langzeit-EKG
(Innere Medizin Dr. med. Andreas Brandt
                  

An  operativen Verfahren kann die gefäßchirurgische Praxis im MVZ in Kooperation mit einem Krankenhauspartner unter stationären Bedingungen folgende Verfahren anbieten:

  1. Ausschälung der Engstelle mit Reparatur des Einschnittes mit einem Flicken (= TEA +Patchplastik)
  2. Ausschälung der Engstelle, Kürzung und Wiedereinnähen der Arterie  (= EEA)
  3. Im Falle einer schlechten Wandqualität: Ersatz  (= Interposition) durch eine Gefäßprothese oder körpereigene Vene
  4. Parodi-Verfahren (Kombination aus Operation und Stentimplantation)