Verengungen der Halsschlagader - Vorbeugung von Schlaganfällen
An erster Stelle steht die Erkennung und Behandlung von Risikofaktoren. Hier sind besonders zu nennen:
- Nikotinkonsum
- arterielle Hypertonie (= Bluthochdruck)
- Diabetes mellitus (= Zuckerkrankheit)
- Fettstoffwechselstörungen
- weitere Stoffwechselerkrankungen wie Homocysteinämie, Antiphospholipidsyndrome sowie eine bereits bestehende koronare Herzerkrankung (KHK), evtl. bereits ein Zustand nach Herzinfarkt.
Bei Vorliegen entsprechender Risiken empfiehlt sich eine Ultraschalluntersuchung zum Ausschluss oder Nachweis von Stenosen (Engstellen).
Sollte es zu
- flüchtigen Lähmungen eines Armes oder Beines oder einer Körperhälfte
- flüchtigen Sprachstörungen
- einer flüchtigen Blindheit eines Auges
- oder zu Schwindelattacken mit Gehstörungen
gekommen sein, muss dringend eine weiterführende Diagnostik erfolgen, da in der direkten Folgezeit nach einem solchen Ereignis vermehrt schwere Schlaganfälle auftreten.
Es empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
- körperliche Untersuchung
- Ultraschalldiagnostik (farbkodierte Doppler- und Duplexsonographie )
- evtl. transcranieller Doppler/Duplex (= Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße)
- Radiolog. Diagnostik des Gehirns (CT oder NMR (Kernspintomographie))
- evtl. Angiographie der hirnversorgenden Gefäße
- evtl. weiterführende kardiologische Diagnostik
- Nach Würdigung aller Befunde Therapieentscheidung:
- konservative, medikamentöse Behandlung
- Operation
- evtl. PTA mit Stent-Implantation
www.gefaesschirurgie.de
Folgende diagnostische Verfahren stehen im MVZ zur Verfügung:
- Farbkodierte Dopplersonographie
|
(Gefäßchirurgie Dr. med. Jörg Korn) |
- Farbkodierte Duplexsonographie
|
(Gefäßchirurgie Dr. med. Jörg Korn) |
- Transcranieller Doppler/Duplex
|
(Neurologie Dr. med. Oliver Scharwat
|
|
|
(Innere Medizin Dr. med. Andreas Brandt
|
An operativen Verfahren kann die gefäßchirurgische Praxis im MVZ in Kooperation mit einem Krankenhauspartner unter stationären Bedingungen folgende Verfahren anbieten:
- Ausschälung der Engstelle mit Reparatur des Einschnittes mit einem Flicken (= TEA +Patchplastik)
- Ausschälung der Engstelle, Kürzung und Wiedereinnähen der Arterie (= EEA)
- Im Falle einer schlechten Wandqualität: Ersatz (= Interposition) durch eine Gefäßprothese oder körpereigene Vene
- Parodi-Verfahren (Kombination aus Operation und Stentimplantation)
|