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Lymphödeme PDF Print




Um dem Nichtmediziner die Möglichkeit zu geben, die wichtigsten Aspekte dieses mitunter komplexen Geschehens  zu erkennen und Verstehen, werden die Krankheitsbilder nach ihrer Entstehung vorgestellt.

1. Das primäre (=anlagebedingte ) Lymphödem

Diese Variante fällt zunächst durch eine Schwellneigung, insbesondere der Unterschenkel, bei schwülwarmer  Witterung auf und bildet sich zunächst auch wieder spontan zurück. Der Verlauf ist schleichend, es kommt häufig mit zunehmendem Lebensalter zu einer Zunahme der Beschwerden.
Im Rahmen der Diagnostik ist zu klären, ob eine alleinige Erkrankung der Lymphgefäße oder auch eine Vergesellschaftung mit einem Krampfaderleiden mit einer hierdurch erhöhten Lymphproduktion ursächlich ist.

2. Das sekundäre (=erworbene) Lymphödem

Charakteristisch für diese Gruppe ist direkte Schädigung von Lymphbahnen oder Lymphknoten durch eine Infektion, eine Operation oder auch eine Bestrahlung.
  • nach Erysipel (= Wundrose, Streptokokkeninfektion) Die Bakterien zerstören bei ihrer Ausbreitung die von ihnen benutzten Lymphbahnen und hinterlassen mitunter eine lebenslange, erhebliche Schwellneigung im zuvor betroffenen Areal.
  • Postmastektomiesyndrom  (= Schwellneigung eines Armes nach Brustkrebsoperation )

Infolge der Entfernung von der Lymphknotenregionen im Bereich der Achselhöhle kann die täglich im Arm produzierte Lymphe nicht mehr ungestört abfließen und staut sich in Hand, Unter- und Oberarm.

3. Statische Ödeme

Bei gelähmten Extremitäten kommt es mitunter aufgrund weniger Lagewechsel  zu schwerkraftabhängigen Lymphansammlungen.

4. Kardiale Ödeme

Treten bei einer Pumpschwäche des Herzens auf und sind ein Zeichen einer fortgeschrittenen Herzerkrankung.