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Vorsorgeprogramme der gesetzlichen Krankenkassen |
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Fachbereiche und leitende Fachärzte
Aktuelle Vorsorgeprogramme der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-Leistungen)
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Vorsorgeprogramm
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Altersbegrenzung
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Wiederholung
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1
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Hautkrebsfrüherkennung
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ab 35. Lebensjahr
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alle 2 Jahre
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| 2 |
Genitaluntersuchung zur
Krebsfrüherkennung bei Frauen
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ab 20. Lebensjahr
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jährlich |
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| 3 |
Brustuntersuchung zur**
Krebsfrüherkennung bei Frauen
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ab 30. Lebensjahr
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jährlich
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| 4 |
Früherkennung von Herz-Kreislauf-
Erkrankungen, Nierenerkrankungen und
Zuckerkrankheit
(Untersuchung + kleiner Laborcheck)
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ab 35. Lebensjahr
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alle 2 Jahre
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Prostata-/Genitaluntersuchung zur
Krebsfrüherkennung bei Männern
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ab 45. Lebensjahr
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jährlich
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| 6 |
Enddarm- und Stuhluntersuchung
zur Darmkrebsfrüherkennung
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ab 50. Lebensjahr
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jährlich
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| 7 |
Darmspiegelung zur Darmkrebsfrüherkennung
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ab 55. Lebensjahr
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zweimal in 10 Jahren
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**Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr haben Frauen ausserdem alle zwei Jahre Anspruch
auf eine Mammographie
1
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Hautkrebsfrüherkennung ab 35. Lebensjahr
- Gezielte Anamnese
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Vollständige Inspektion der Haut und angrenzenden Schleimhäute
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Auflichtmikroskopie von Pigmentmalen, Bestimmung des Hauttyps
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2
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Genitaluntersuchung zur Krebsfrüherkennung bei Frauen ab 20. Lebensjahr
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Gezielte Anamnese
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Inspektion des Muttermundes und gynäkologische Tastuntersuchung
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Krebsabstrich und zytologische Untersuchung
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3
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Brustuntersuchung zur Krebsfrüherkennung bei Frauen ab 30. Lebensjahr**
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Gezielte Anamnese
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Inspektion und Abtasten der Brust und der regionären Lymphknoten einschließlich der Anleitung zur Selbstuntersuchung
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4
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Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen und der Zuckerkrankheit
ab 35. Lebensjahr
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Anamnese, insbesondere die Erfassung des Risikoprofils
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Klinische Untersuchungen (körperliche Untersuchung einschließlich Blutdruckmessung)
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Kleiner Labor-Check-Up
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5
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Krebsvorsorge Prostata- und Genitaluntersuchung ab 45. Lebensjahr
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Gezielte Anamnese
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Inspektion und Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane
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Abtasten der Prostata
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Tastuntersuchung der regionären Lymphknoten
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6
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Enddarm und Stuhluntersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs ab 50. Lebensjahr
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Gezielte Beratung
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Tastuntersuchung des Enddarms
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Test auf verborgenes Blut im Stuhl (jährlich bis zum Alter von 55 Jahren)
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Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs ab 55. Lebensjahr
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Darmspiegelung: zweimal im Abstand von 10 Jahren
oder alle zwei Jahre Test auf verborgenes Blut im Stuhl
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Empfohlene zusätzliche und eigenverantwortliche Basisuntersuchungen,
die nicht Bestandteil der Gesetzlichen Krankenkassenleistungen sind
Folgende zusätzlichen und eigenverantwortlichen Basisuntersuchungen stehen im Rahmen des
individuellen und ergänzenden GKV-Vorsorgeprogramms zur Verfügung:
1. Ergänzung zur Hautkrebsvorsorge und Früherkennung ab 20. Lebensjahr:
Zur verbesserten Vergleichs- und Langzeitanalyse von Muttermalen und zur effektiven Hautkrebs-Vorsorge
ermöglichen moderne Untersuchungsverfahren die Darstellung von UV-Schäden, die langfristige Beobachtung von
Muttermalen Auffinden neuer Muttermale und die gezielte digitale Analyse von Pigmentveränderungen
mit 20-70facher Vergrößerung.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Visualisierung von Pigmentflecken und Sonnenschäden durch digitale Auflichtmikroskopie und Videodokumentation
2. Ergänzung zur Vorsorge und Früherkennung von genitalen Krebserkrankungen
ab 20. Lebensjahr
Der Gebärmutterhalskrebs ist weltweit noch immer die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache
bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich rund 7.000 Frauen an diesem Krebs, 2.600 sterben.
Dabei sind die Heilungschancen gerade beim Gebärmutterhalskrebs außerordentlich gut.
Im Frühstadium entdeckt, liegen sie bei fast 100 Prozent. Trotz der routinemäßigen, von den
Gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Früherkennungsuntersuchung gehört Deutschland sowohl bei
der Krankheitshäufigkeit als auch bei der Sterblichkeit zu den Ländern mit den höchsten Raten in
Europa.
Vermutlich liegt das daran, daß zwar mittels des so genannten PAP-Abstrichs nach bereits
entarteten Zellen gesucht wird, jedoch nicht nach einer der Hauptursachen der Erkrankung, den
humanen Papillomaviren (HPV), die lange vor der Krebsentstehung nachgewiesen werden können.
Ideal ist die Kombination des PAP-Abstrichs mit einem HPV-Test.
Dadurch kann die Erkrankung in nahezu 100 Prozent der Fälle erkannt werden.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Transvaginale Ultraschalluntersuchung zur frühzeitigen Erkennung von Gebärmutterkörperkrebs und Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Dünnschichtzytologie und HPV-Test zur Früherkennung von Papillomaviren – verbesserte Diagnostik und frühzeitige Erkennung von Gebärmutterhalskrebs
Analyse des genetischen Thrombose-Risikoprofils
Bestimmte Lebensumstände beeinflussen bei jedem Menschen das Thrombose-Risiko. Personen über 40,
Raucher oder Übergewichtige haben ein gesteigertes Risiko. Mit erhöhtem Thrombose-Risiko leben
auch Frauen, die die Pille nehmen. Wichtig zu wissen ist, daß diese Risikofaktoren sich wechselseitig
verstärken können. Deshalb sollten z.B. Frauen, die mit der Pille verhüten, das Rauchen aufgeben.
Sollte einer der oben genannten Risikofaktoren auf Sie zutreffen, besteht besonders dann Gefahr,
wenn bei Ihnen zusätzlich eine angeborene Störung der Blutgerinnung – eine so genannte Faktor-
V- und/oder Faktor-II-Mutation – vorliegt. In der gesunden Bevölkerung in Deutschland haben 7
Prozent eine Faktor-V-Mutation und 1 Prozent eine Faktor-II-Mutation.
Die Zunahme des Thrombose-Risikos gegenüber Frauen, die keine Faktor V- oder -II-Mutation aufweisen
bzw. nicht mit der Pille verhüten liegt bei heterozygoten Frauen (bei diesen ist ein Gen des
Genpaares mutiert) bei dem 5-10fachen, bei Einnahme der Pille beim 30-34fachen. Bei homozygoten
Frauen (bei ihnen sind beide Kopien des Gens mutiert) sogar beim 50-100fachen bzw. mehr als
200fachen.
Da besonders die Einnahme der Pille bei Frauen mit nachgewiesener Faktor V-/II-Mutation zu
einem erhöhten Thrombose-Risiko führt, wird diese Untersuchung oftmals vor Einnahme oraler
Kontrazeptiva gewünscht, um das individuelle Risiko besser einschätzen zu können.
Ob bei Ihnen eine heterozygote oder homozygote Veranlagung für ein erhöhtes Thrombose-Risiko
besteht, kann durch eine genetische Laboruntersuchung Ihrer Blutprobe festgestellt werden.
Wenn eine der angeborenen Störungen gefunden werden sollte, so können Sie dies auch bei anderen
möglichen Risikosituationen (beispielsweise in einer Schwangerschaft, bei einer Hormonbehandlung
oder bei Langstreckenflügen) nach Beratung durch Ihren Arzt entsprechend berücksichtigen.
Die denkbaren Vorsorgemaßnahmen reichen von gezielter Bewegung über das Tragen von
Kompressionsstrümpfen bis zur medikamentösen Hemmung der Blutgerinnung. Da es sich hier um
die Suche nach angeborenen Störungen handelt, brauchen Sie diese Untersuchung nur einmal im
Leben bei sich durchführen zu lassen, am besten vor Einnahme von oralen Kontrazeptiva.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Ermittlung des genetischen Thrombose-Risikoprofils
Untersuchung auf sexuell übertragbare Krankheiten bei besonderem Anlass,
z.B. Partnerwechsel
Durch Geschlechtsverkehr können eine Reihe unangenehmer, mitunter aber auch – wie bei AIDS –
lebensgefährliche Krankheitserreger übertragen werden. Neben den klassischen Geschlechtskrankheiten,
wie die Gonorrhoe (Tripper) und Syphilis (Lues), zählen Infektionen durch Chlamydia trachomatis, Mykoplasmen,
Candida albicans (ein Pilz), die virale Gelbsucht Hepatitis B und Herpes dazu. Viele dieser Krankheiten lassen sich
durch das Anzüchten von Erregern auf Nährstoffkulturen nachweisen, zum Beispiel Chlamydien, Mykoplasmen,
Pilze und Gonokokken. Anderen kommt derLaborarzt durch Antikörpertests (Syphilis, HIV, Hepatitis B) auf die Spur.
Wer sich und seinen Partner schützen will, dem helfen Labortests.
AIDS
Die Immunschwächekrankheit AIDS wird von HI-Viren ausgelöst. Sie greifen bestimmte Zellen an
und zerstören sie, bis das Immunsystem allmählich zusammenbricht. Die Betroffenen infizieren sich
in erster Linie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und durch Blutübertragungen. HIV-Tests
sind sinnvoll, wenn der Patient zu einer Personengruppe gehört, die ein erhöhtes Risiko trägt, in
erster Linie homosexuelle Männer, Drogenabhängige, Bluter und medizinisches Pflegepersonal.
Syphilis
Die bakterielle Infektion führt zu unterschiedlichsten Symptomen, die vom Stadium der Erkrankung
abhängen
Chlamydien-Infektionen
Infektionen mit Chlamydia trachomatis gehören zu den am weitesten verbreiteten sexuell übertragbaren
Erkrankungen in den westlichen Industrieländern. In Deutschland sind etwa 1,1 Millionen
Menschen erkrankt. Tückisch ist: Die meisten wissen nicht, daß sie infiziert sind.
Es drohen beispielsweise Sterilität, Fehlgeburten oder Arthritis. Wissenschaftliche Untersuchungen
zeigen, daß diese Infektion mit Hilfe von Antigen- oder Antikörpernachweisverfahren oder von
Genamplifikationsverfahren feststellbar ist und Komplikationen verhindert werden können.
Gonorrhoe (Tripper)
Die bakterielle Infektion kann bei der Frau zu Gebärmutterhalsentzündungen, beim Mann zur
Harnröhren- und Prostata-Entzündung führen.
Candida albicans (Hefepilze)
Diese Pilzerkrankung kann bei Frauen eine Entzündung der Vagina und der Gebärmutter hervorrufen,
beim Mann können weiße Beläge am Penis entstehen.
Mykoplasmen
Diese Erreger, die weder den Bakterien noch den Viren zugerechnet werden, können bei Frauen
eine Gebärmutterhalsentzündung, beim Mann eine Harnröhrenentzündung auslösen.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
STD-Untersuchung zum Ausschluss sexuell übertragbarer Krankheiten
3. Ergänzung zur Vorsorge und Frühererkennung von Brustkrebs ab dem 30. Lebensjahr:
Verbesserte Diagnostik und frühzeitige Erkennung gut- und bösartiger Brustveränderungen.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Hochauflösende Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen
4. Ergänzung
zur Vorsorge und Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Nierenerkrankungen und der Zuckerkrankheit durch
labormedizinische Analyse
Die umgangssprachlich als Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) bezeichnete Krankheit der Arterien
mit ihren schweren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist die häufigste Erkrankungs- und
Todesursache in der westlichen Welt. Als wichtige Risikofaktoren gelten hohe Blutfettwerte,
Bluthochdruck, Rauchen, eine familiäre Belastung, Diabetes mellitus und Übergewicht.
Das Herzinfarktrisiko läßt sich mit Hilfe des PROCAM Risikoscores ermitteln (interaktive Risikoabschätzung
im Internet unter www.chd-taskforce.com) oder mit Hilfe der Tabellen der European
Atherosclerosis Society und der European Society of Cardiology abschätzen (www.escardie.org).
Hier ist zusätzlich zu den klassischen Risikofaktoren (Alter, Geschlecht, familiäre Herzinfarkt- und
Schlaganfallbelastung, Körpergewicht, Diabetes mellitus, Rauchverhalten, Gesamtcholesterin,
Blutdruckwerte) die Bestimmung von LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und der Triglyceride im
Serum notwendig, die nicht Bestandteil der GKV-Gesundheitsuntersuchung sind.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Labormedizinische Analyse von Risikofaktoren durch Risikoscore: HDL- und LDL-Cholesterin, Triglyceride
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung: Labormedizinische Analyse von Risikofaktoren
durch erweiterten Risikoscore: Erweiterter PROCAM-Score mit Analyse von Lipoprotein A,
hochsensitivem CRP und Homocystein
Check auf 10 Grunderkrankungen
Im Einzelnen werden im Ansatz erfaßt: Blutbildveränderungen, Diabetes, Nierenerkrankungen,
Leberschädigungen, Gicht, Störungen des Lipid-Stoffwechsels, Funktionsstörungen der Schilddrüse,
Eisenmangel, Störungen des Mineralhaushaltes, allgemeine Entzündungsreaktionen.
Insgesamt handelt es sich um 21 Untersuchungen/Parameter.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Labormedizinischer Check auf 10 Grunderkrankungen
In Deutschland sind rund 60.000 Patienten von der Dialyse abhängig, weil ihre Nieren nicht mehr
ausreichend funktionieren. Fast Hundert Mal soviele Menschen, nämlich rund fünf Millionen, leiden
an Nierenfunktionsstörungen – viele ohne es zu wissen. Tendenz steigend. Lebensgefährlich wird
es, wenn die Nieren nur noch 15 Prozent ihrer Leistung bringen: Dialyse und Nierentransplantation
sind der letzte Ausweg. Die Gesetzlichen Krankenkassen bieten ab dem 36. Lebensjahr alle zwei
Jahre eine kostenlose Gesundheitsuntersuchung an.
Dabei wird mit einem Harnstreifentest der Eiweißgehalt im Urin gemessen, um die Funktionsfähigkeit der Nieren
zu überprüfen. Allerdings zeigt der Test erst dann Eiweiß-Werte an, wenn die Nieren bereits irreversibel geschädigt sind.
Durch neue Testverfahren ist eine frühere Erkennung möglich. Sie haben eine bislang nicht erreichte
Empfindlichkeit, durch die Nierenerkrankungen noch besser und vor allem früher diagnostiziert werden
können. Mehrere kombinierte Blut- und Urinuntersuchungen stehen dem Arzt zur Verfügung.
Sinnvoll ist zur umfassenden Vorsorge die Durchführung der Tests Cystatin C und Albumin und
zusätzlich der Einsatz eines Urinteststreifens zum Nitritnachweis.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Ergänzender Nierencheck auf Albumin, Cystatin C sowie Urinteststreifen
5. Ergänzung zur Vorsorge und Früherkennung von Prostata- und Blasenkrebs ab 45. Lebensjahr:
Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Jährlich trifft es
30.000 bis 38.000 Männer neu. 12.000 bis 15.000 Betroffene sterben pro Jahr an den Folgen der
Erkrankung. Ein großer Teil dieser Todesfälle ist vermeidbar. Voraussetzung ist allerdings eine gezielte
und konsequente Früherkennung. Hier hilft die Labormedizin mit der Bestimmung des Prostataspezifischen
Antigens (PSA) im Blut. So kann der Krebs in einem sehr frühen Stadium erkannt werden.
Durch die PSA-Bestimmung werden fast 90 Prozent aller Prostatakarzinome entdeckt, deutlich
mehr als durch die von den Gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Tastuntersuchung.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
PSA-Test zur Frühdiagnostik von Prostatakrebs
Der Blasenkrebs gehört zu den häufigsten urologischen Tumoren. Dabei sind Männer dreimal öfter
betroffen als Frauen. Zu den gefährdeten Gruppen zählen Raucher, Arbeiter in chemischen
Betrieben und Patienten, die über lange Zeit Schmerzmittel einnehmen mußten. Auch chronische
Entzündungen der Blase und andauernde Probleme beim Wasserlassen können die Entstehung von
Blasentumoren begünstigen. Um dem Blasenkrebs auf die Spur zu kommen, gibt es inzwischen
einen Urintest, durch den ein Tumormarker festgestellt werden kann. Dieser Blasentumormarker
wurde von der amerikanischen und japanischen Zulassungsbehörde für Screening-Zwecke von
Risikopatienten und zur Therapieüberwachung zugelassen. Durch diesen neuen Labortest kann der
Arzt auch Tumore des oberen Urogenitaltraktes nachweisen, die oftmals bei einer Blasenspiegelung
nicht entdeckt werden können.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Urintest zur Früherkennung von Blasenkrebs (bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr)
6. Ergänzung zur Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs ab 50. Lebensjahr:
Der Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Rund 57.000 Menschen erkranken in
Deutschland jährlich neu daran, 60 Prozent davon sterben – meist, weil er zu spät entdeckt wurde.
Dabei sind die Vorstadien dieses Krebses schon Jahre vorher im Darm erkennbar. Lediglich wenn
der Krebs weit fortgeschritten ist, stehen die Heilungschancen sehr schlecht. Die zuverlässigste
Diagnose bietet kein Labortest, sondern die Darmspiegelung.
Diese wird als GKV-Leistung allerdings erst ab 55 Jahren angeboten. Nicht alle Patienten möchte
sich jedoch einem solchen Eingriff unterziehen, vor allem, wenn es ihnen nur um eine erste
Risikoeinschätzung geht.
Als Alternative können die Ärzte verschiedene Stuhltests vorschlagen. Dabei wird bei einer
Stuhlprobe geprüft, ob sie so genanntes okkultes, normalerweise nicht sichtbares Blut enthält. Bei
diesem Test müssen Sie als Patient gewisse Ernährungsregeln beachten, etwa einige Zeit vor der
Stuhlprobeentnahme kein Fleisch, keine bestimmten Gemüsesorten essen und kein Vitamin C zu
sich nehmen, weil sonst das Testergebnis verfälscht wird.
Neben diesem sehr verbreiteten chemischen Schnelltest, der jedem Krankenversicherten ab dem
vollendeten 50. bis zum 55. Lebensjahr jährlich kostenlos angeboten wird, gibt es inzwischen
aussagekräftige immunologische Verfahren zum Nachweis fäkaler okkulter Blutungen und
enzymatische Verfahren zur Messung eines Enzyms, das den Tumorstoffwechsel des Darmkrebses
anzeigt. Bei diesen modernen Tests müssen Patienten keine besonderen Diätanweisungen befolgen.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Enzymatischer bzw. immunologischer Test; Tumorprotein (Tumormarker) auf okkultes Blut im Stuhl
Untersuchung zur frühzeitigen Erkennung und Abschätzung des individuellen Osteoporoserisikos
Bei der Osteoporose verringert sich die Knochenmasse. Die Knochen werden porös und brechen leicht.
Die Osteoporose ist zum einen altersbedingt, zum anderen kann sie auch genetische Ursachen haben.
Der Knochenschwund bleibt den Betroffenen oft lange verborgen und schreitet ohne Anzeichen fort.
Dadurch kommt es zu überraschenden Brüchen. Das Heben einer Tasche oder festes Husten können
hierfür schon ausreichen. Früher wurde die Krankheit in erster Linie mit älteren Frauen in Verbindung
gebracht, doch auch Männer leiden unter dieser Erkrankung.
Das aktuelle Osteoporose-Risiko läßt sich durch neue hochempfindliche Bluttests ermitteln, die den
Abbau von Knochenmasse und nicht die vorhandene Knochenmasse anzeigen. Eine weitere Möglichkeit,
der Osteoporose auf die Spur zu kommen, ist die Untersuchung des ersten Morgenurins, der ebenfalls
bestimmte Abbauprodukte enthält.
Besonders sinnvoll ist eine zweite Untersuchung zwischen Januar und April, da zu dieser Zeit bei den meisten
über 50jährigen ein Mangel an Vitamin D vorliegt, der zu gesteigertem Knochenabbau führt.
Mit der Messung von CrossLaps im Blut kann ein gesteigerter Knochenabbau erkannt werden. Mit der
Messung von 25-OH-Vitamin D wird die Vitamin-D-Versorgung untersucht.
Ein Mangel an Vitamin D begünstigt gesteigerten Knochenabbau. Weiterhin wird eine Korrelation zwischen
einer Vitamin-D-Unterversorgung und einem erhöhtem Risiko für Brustkrebs, Darmkrebs und
Prostatakrebs wissenschaftlich diskutiert.
Medizinisch sinnvolle Ergänzungsempfehlung:
Labortest zur Abschätzung des Osteoporoserisikos
Dermatologie
Allergologie/Dermatologische Onkologie
Prof. Dr. med. Uwe Reinhold
Deutsches Harnsteinzentrum
Dr. med. Matthias Schmidt
Dr. med. Roger Stark
Gefäßchirurgie
Phlebologie/Angiologie
Jörg Korn
Gynäkologie und Geburtshilfe
Gynäkologische Onkologie
Priv.-Doz.-Dr. med. Christian Kurbacher
Dr. med. Jutta Kurbacher
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Dr. med. Johann L. Jahn
Innere Medizin
Hämatologie-Onkologie
Dr. med. Andreas Brandt
Neurologie
Dr. med. Oliver Scharwat
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Sportmedizin/Tauchmedizin
Dr. med. Reiner Tartler
Urologie
Urologische Onkologie
Dr. med. Matthias Schmidt
Dr. med. Wolfgang Nagel
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