Erektionsstörungen richtig behandeln

Erektionsstörungen sind ein Thema, über das Männer nicht gerne sprechen. Dennoch leidet ein großer Prozentsatz der deutschen Männer unter diesem Problem. Davon sind nicht nur ältere Männer betroffen. Auch die jüngere Generation hat mit solchen Störungen der Manneskraft zu kämpfen.

Die Ursachen dafür sind recht unterschiedlich sein und sind nicht nur auf physische, sondern in vielen Fällen auch auf psychische Probleme zurückzuführen. Ebenso vielseitig wie die Ursachen sind auch die möglichen Behandlungen für Funktionsstörungen. Hilfe ist jedoch in den meisten Fällen möglich.

Was genau sind Erektionsstörungen?

Was sind Erektionsstörungen

Unter dem Begriff Erektionsstörung versteht man die Unfähigkeit, eine ausreichende Steife des Penis zu erzielen, die zu einem befriedigenden Geschlechtsverkehr nötig ist. Das Problem kann dabei zweischichtig sein. In manchen Fällen ist es nicht möglich, eine erzielte Erektion lange genug aufrecht zu erhalten.

In anderen Fällen kann die Erektion gar nicht erzielt werden. Es kann sich um eine vorübergehende Störung oder auch um ein dauerhaftes Problem handeln. Bei beständigem Auftreten dieser Störungen spricht man in der Medizin von einer Erektilen Dysfunktion (ED).

Ursachen für Erektionsstörungen

Erektionsstörungen können auf verschiedenen Ursachen beruhen. Es ist wichtig, eine genaue Diagnose zu stellen, bei der herausgefunden wird, welcher Grund für das Problem vorliegt. Auf diese Weise ist es möglich, einen entsprechenden Behandlungsansatz zu finden, mit dem die Störung korrigiert werden kann. Allgemeine Krankheiten und Stress können ebenso für diese Probleme verantwortlich sein, wie fortschreitendes Alter.

Psychische Ursachen

In einigen Fällen sind die Erektionsstörungen auf psychische Ursachen zurückzuführen. Das kann der Fall sein, wenn man im Beruf oder auch im Privatleben unter starkem Stress steht. Bemerkt man die ersten Probleme mit der Erektion, so kann das auch zu einem Leistungsdruck und einer Angst des Versagens führen, die das Problem weiterhin verschärfen. Despressionen und andere psychische Störungen können ebenfalls zu Problemen mit der Erektion beitragen.

Erkrankungen

Es gibt zahlreiche physische Erkrankungen, die Erektionsstörungen hervorrufen. In vielen Fällen liegen Erkrankungen der Gefäße zugrunde. Dazu gehört beispielsweise auch Bluthochruck. Einen negativen Einfluss auf die Erektion nehmen auch Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus und Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse. Krankheiten wie Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson ziehen in vielen Fällen ebenfalls eine erektile Dysfunktion nach sich.

Testosteronmangel

Ursachen Erektionsstörungen Testosteronmangel

Testosteron ist das wichtigste Geschlechtshormon des Mannes und nimmt mithin einen großen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit. Testosteronmangel kann auf hormonelle Störungen, aber auch auf die Lebensweise des Patienten zurückgeführt werden. Wird das Hormon nicht in ausreichendem Maße ausgeschüttet, so kommt es zu Erektionsstörungen und Libido Verlust. Verstärktes Auftreten von Müdigkeit sowie ein Leistungsabfall können ebenfalls ein Anzeichen für den Hormonmangel sein.

Verletzungen/OPs

In vielen Fällen können Erektionsstörungen auch eine Folge von Verletzungen sein. Dabei handelt es sich in der Regel um Verletzungen im Bauch-, Becken- und Urogenitalbereich oder auch am Penis. Auch Operationen in diesem Bereich können zu einem Verlust der Erektionsfähigkeit führen. Ein Beispiel dafür sind Operationen an der Prostata, die häufig durch das Auftreten von Krebs notwendig sind, sowie Operationen an Darm und Blase.

Erektionsstörungen richtig behandeln

Je nach der Ursache der Erektionsstörungen gibt es verschiedene Möglichkeiten, um diese zu behandeln. Hat der Arzt einmal diagnostiziert, welche Gründe bestehen, so kann er eine Therapie verordnen, die das Problem direkt an der Ursache beheben kann. Daher ist eine Selbstbehandlung ohne vorherige Kenntnis der Ursache oft auch nicht erfolgreich. Wer sich so früh wie möglich an den Arzt wendet, kann auf schnelle und effektive Hilfe hoffen.

Nahrungsergänzungsmittel

Erfahrungen aus der urologischen Praxis haben erwiesen, dass leichtere Fälle von Potenzstörungen durchaus mit Nahrungsergänzungsmitteln behandelt werden können. Solche Mittel haben keine schädlichen Nebenwirkungen, wie die bekannten chemischen Arzneimittel und deshalb lohnt es sich, sie zumindest zuerst einmal auszuprobieren.

Maca Pulver konnte bei der Behandlung gute Ergebnisse erzielen. Heute haben verschiedene wissenschaftliche Tests erwiesen, dass die Inhaltsstoffe der Maca Pflanze die Erektionsfähigkeit erhöhen können. Zu weiteren Produkten, die mit Erfolg eigesetzt werden, gehören auch Aminosäuren.

Ärztliche Untersuchung

Erektionsstörungen richtig behandeln ärztliche Untersuchung

Scheitert eine Selbstbehandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln, oder sind die Erektionsstörungen schwerwiegend, so sollte man sich für eine ärztliche Untersuchung entscheiden. Dabei ermittelt der Arzt in einem Gespräch zunächst die Krankengeschichte des Patienten. Daraufhin erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der vom Arzt Prostata, Hoden, Penis und Unterbauch untersucht werden. Ebenfalls wird der Arzt auf mögliche Hinweise für eine Hormonstörung achten.

Medikamente

Hat der Arzt bei der Untersuchung die Ursache für die Erektionsstörungen ermitteln können, so kann eine medikamentöse Behandlung angesetzt werden. Zur Behandlung werden die sogenannten Phosphodiesterase-5 Hemmer eingesetzt, deren Ziel es ist, die Blutgefäße im Penis zu erweitern und auf diese Weise eine stärkere Durchblutung zu ermöglichen.

Auf diese Weise kann eine Erektion leichter erzielt werden. Zu den Medikamenten, die vom Arzt verordnet werden können, gehören unter anderem Viagra, Cialis und Levitra. Ein Abfall des Blutdrucks, Sehstörungen und Kopfschmerzen können häufig Nebenwirkungen dieser Mittel sein., Kopfschmerzen.

Hormontherapie

Erektionsstörungen können durch eine Unterproduktion von Testosteron hervorgerufen werden. Ist das der Fall, so wird der Arzt zunächst versuchen, die Ursache der Störung in der Hormonproduktion herauszufinden und diese zu behandeln.

Besonders bei altersbedingtem Hormonmangel kann auch eine Hormontherapie veranlasst werden. Jedoch gilt zu beachten, dass vor Beginn der Therapie eine Prostata Untersuchung vorgenommen werden sollte. Die Gabe von Testosteron kann nämlich das Wachstum von Krebszellen der Prostata fördern.

Psychotherapie

Erektionsstörungen Psychotherapie

Sehr oft werden die Erektionsstörungen durch psychische Probleme hervorgerufen. In solchen Fällen kann eine Psychotherapie helfen. Oft werden auch mit einer Paartherapie ausgezeichnete Erfolge erzielt. Beruht die Impotenz auf organischen Ursachen, so kommt es zwangsläufig zu einer Wechselwirkung mit der Psyche, da es für den Mann eine starke seelische Belastung darstellt, seine Partnerin nicht mehr befriedigen zu können.

Auch in solchen Fällen kann eine Psychotherapie in Kombination mit einer Behandlung der organischen Ursachen zu einer schnellen Verbesserung der Situation beitragen.

Bewertung

Erektionsstörungen können aus unterschiedlichen Gründen entstehen und betreffen heute viele Männer bereits in jüngeren Jahren. Doch sollte man sich nicht scheuen, über das Thema offen zu sprechen. Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, die dazu beitragen können, dass die volle Erektionsfähigkeit zurückgewonnen werden kann.

Während man in leichteren Fällen schon mit zuverlässigen Nahrungsergänzungsmitteln oft Erfolge erzielen kann, empfiehlt es sich bei schwereren Fällen einen Facharzt aufzusuchen. Nach einer ausführlichen Untersuchung können die Ursachen für das Ausbleiben der Erektion festgestellt und behandelt werden.

Männer stehen mit diesem Problem heute nicht allein dar. Darum sollte aktiv Hilfe gesucht werden, mit der die Lebensqualität erheblich verbessert werden kann.

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