Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sind wichtige Hilfsmittel, damit Sie mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden. Schwangere haben einen höheren Bedarf an lebenswichtigen Vitaminen sowie Mineralstoffen. Durch die ergänzende Einnahme von Zusatzstoffen beugen verantwortungsvolle Eltern eventuell auftretenden Schäden durch eine mangelnde Versorgung vor.

Wieso sollte man zu Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft greifen?

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft

Während der Zeit der Schwangerschaft kann der Bedarf an den meisten lebenswichtigen Nährstoffen erheblich ansteigen. Mit einer bewussten Auswahl an entsprechenden Lebensmitteln, die den Mehrbedarf während der Gravidität decken, können Schwangere Mangelerscheinungen vorbeugen.

Doch viele Menschen schaffen es wegen beruflicher oder sonstiger Anforderungen nicht, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Daher können Nahrungsergänzungsmittell laut der Johns Hopkins Universität, zusätzlich eingenommen sinnvoll sein.

Welche Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sind sinnvoll?

Wenn sie sichergehen möchten, dass ihr Embryo ausreichend versorgt wird, sollten Sie überlegen, ob es sinnvoll ist, zusätzliche Nährstoffe in der Schwangerschaft einzunehmen. Diese nachfolgenden Stoffe können von werdenden Müttern ergänzend eingenommen werden:

Spurenelemente

Der tägliche Bedarf an Spurenelementen ist in der Schwangerschaft nicht in erhöhtem Maß gegeben. Dennoch ist es wichtig, dass diese Stoffe in ausreichender Menge mit der Ernährung oder durch Zusatzstoffe zugeführt werden. Immerhin haben Substanzen wie Jod, Selen, Eisen, Zink und Omega 3 eine hohe Bedeutung für das Wachstum des heranwachsenden Lebewesens.

Bei einem Mangel können Schäden an Knochen und Körperzellen entstehen, die im schlimmsten Fall zu Missbildungen beim Fötus führen können. Mit Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft beugen verantwortungsvolle Mütter solchen Auswirkungen vor.

Mengenelemente

Weitere wichtige Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sind Kalzium und Magnesium.

Kalzium: Kalzium ist ein wichtiger Lieferant, für den Aufbau der Knochen beim ungeborenen Kind. Sollte nicht genügend Kalzium durch die Nahrung zugeführt werden, wird es automatisch aus den Skelett der Schwangeren entzogen. Im Extremfall kann das dazu führen, dass sich bei der werdenden Mutter ein brüchiges Knochengerüst bis hin zu einer Osteoporose ausbildet.

Gute Lieferanten für diesen wichtigen Mineralstoff sind Milchprodukte. Eine Frau, die wenig Käse, Joghurt, Quark oder Milch zu sich nimmt, kann die Mangelernährung durch Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere ausgleichen. Falls eine Milchunverträglichkeit vorliegt, kann ein Arzt die Einnahme von Kalzium verordnen.

Magnesium: Einige schwangere Frauen klagen insbesondere nachts über schmerzhaften Krämpfen in den Waden. Falls keine andere Ursache dafür verantwortlich ist wie eine verkehrte Haltung beim Schlafen, kann ein Mangel an Magnesium ursächlich sein.

Sie können diesen Mineralstoff über grünes Gemüse, Vollkornprodukte oder durch die Einnahme von Nüssen zuführen. Magnesium gehört zu den wasserlöslichen Stoffen und wird mit dem Schweiß ausgeschieden. Bei viel Bewegung und vor allem bei sportlicher Betätigung während der Schwangerschaft kann es zu einer Mangelversorgung kommen.

Ärzte können beim häufigen Auftreten von Krämpfen in den Beinen die Einnahme eines Magnesiumpräparats verordnen. Des Weiteren kann es sinnvoll sein, dass Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft vorbeugend einzunehmen.

Fettlösliche Vitamine

Fettlösliche Vitamine sind A, D und E. Sie schützen die Körperzellen vor Zerstörung. Wunden heilen nach der Einnahme dieser Vitamingruppe schneller. Knochen, Zähne und Schleimhäute bleiben gesund. Dafür sind fettlösliche Vitamine während der Gravidität förderlich:

Vitamin A (Retinol): Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft der Augen. Dieser Stoff ermöglicht das Sehen in der Dämmerung und ist dafür verantwortlich, dass wir Farben sehen können. Die Substanz ist ebenso wirksam, um Schäden an Haut und Schleimhäuten zu heilen. Im Mutterleib sorgt es für eine gesunde körperliche Entwicklung des Embryos.

Vitamin D (Calciferol): Vitamin D festigt und stärkt Knochen und Zähne. Es ist ferner dafür verantwortlich, dass Kalzium aus Nahrungsmitteln aufgenommen werden können. Bei einem Kalziummangel sorgt das Vitamin dafür, dass mehr Kalzium aus der Nahrung gezogen und dem Körper zugeführt wird. Vitamin D wird hauptsächlich aus dem Licht der Sonne bezogen. In sonnenarmen Regionen kann eine zusätzliche Zufuhr von Vitamin D über ein Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sinnvoll sein.

Vitamin E (Tocopherole): Vitamin E stärkt das Immunsystem und schützt die Körperzellen. Durch diese Substanz werden die Zellmembrane vor der Zerstörung durch schädliche Stoffe wie freie Radikale geschützt. Entzündliche Prozesse im Körper können durch dieses Vitamin gehemmt werden. Vitamin E ist sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind förderlich. Der Stoff kann über ein Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft zugeführt werden.

Wasserlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine B6 Biotin Folsäure B12

Wichtige Vitamine stellen ebenso die Gruppe der wasserlöslichen Vitaminstoffe dar. Dabei sind vor allem Folsäure, Vitamin B6, Biotin, Vitamin B12 und C förderliche Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft. Was sie bewirken wird im Folgenden gezeigt:

Folsäure: Das Vitamin Folsäure ist im Körperinneren an einigen wichtigen Prozessen beteiligt. Es fördert die Zellteilung sowie das Wachstum. Daher zählt es zu den wichtigsten Stoffen. Die während der Schwangerschaft einzunehmen sind. Studien haben erwiesen dass werdende Mütter am besten 400 µg Folsäure pro Tag als Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft einnehmen. Dadurch wird das Risiko einer kindlichen Fehlbildung, die auch als Neuralrohrdefekt bezeichnet wird vermindert.

Vitamin B 6 (Pyridoxin): Die B-Vitamine sorgen für eine Normalisierung des Energiestoffwechsels. Außerdem können durch die Einnahme von B 6 während der Gravidität die Herzfunktion sowie das Nervensystem gestärkt werden. Zudem wird Ihr Immunsystem unterstützt sowie Ihre geistige Leistungsfähigkeit gefördert. Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft mit Vitamin B 6 können dabei helfen, Übelkeit während der Schwangerschaft zu reduzieren.

Biotin: Biotin wird häufig ebenso als Vitamin B7 oder Vitamin H bezeichnet. Es wird ebenfalls zu den Vitaminen des B-Komplexes gerechnet. Der Stoff ist innerhalb des Organismus für gesunde Haut, Nägel und Haare verantwortlich. Während der Gravidität ist die Versorgung mit dieser Substanz wichtig, weil sie an einigen Stoffwechselprozessen innerhalb des Körpers beteiligt ist. Biotin kann über Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft eingenommen werden.

Vitamin B12 (Cyanocobalamin): Vitamin B12 trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei. Ein zu hoher Homocysteinspiegel wird häufig als Ursache für Schlaganfälle sowie Herzinfarkte verantwortlich gemacht. Zudem kann ein Übermaß an Homocystein eine negative Auswirkung auf die Zellgesundheit haben. Vitamin B 12 kann ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft eingenommen werden.

Vitamin C: Vitamin C gehört zu den bekanntesten Vitaminen, die es derzeit gibt. Die Substanz hat nicht nur eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem, sondern wehrt überdies schädliche Radikale ab. Während der Gravidität sorgt Vitamin C für ein starkes Immunsystem des ungeborenen Kindes. Außerdem wird ein gesundes Wachstum des Embryos durch die Einnahme von Vitamin C über Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft gefördert.

Was bewirken Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft?

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft Wirkung Wirkstoffe

Neben Jod, Eisen und Folsäure braucht der Organismus während der Schwangerschaft noch einige weitere Spurenelemente wie Zink sowie Magnesium. Insbesondere Magnesium sollte in ausreichenden Mengen vorhanden sein, da dieser Stoff einige Bedeutung für die Gesundheit der Körperzellen hat. Bei einem Mangel kann es bei Schwangeren zu starken Muskelkrämpfen kommen. Außerdem kann die Entwicklung des heranwachsenden Embryos dadurch gestört werden.

Bei einem Zinkmangel riskieren werdende Mütter eine negative Beeinflussung des Stoffwechsels. Das kann zur Folge haben, dass der Fötus nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Wichtig ist zudem, dass der Körper genügend allgemein notwendige Mikronährstoffe wie Vitamin D, Vitamin C sowie Kalzium erhält.

Neben einer gesunden Ernährungsweise können Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft eine gute Unterstützung bieten, um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Eine „Überversorgung“ des Körpers mit den aufgeführten Stoffen ist in der Regel nicht möglich. Überflüssig aufgenommene Vitamine sowie Mineralstoffe werden ausgeschieden und lagern sich weder in den Organen der Mutter noch des Embryos ab.

Die richtige Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft bewirkt, dass Ihr Körper bestens dazu in der Lage ist, das werdende Leben zu versorgen. Dadurch wird eine gesunde körperliche Entwicklung Ihrer Leibesfrucht ermöglicht.

Was sollten Schwangere vor der Einnahme beachten?

Schwangere sollen Nahrungsergänzungsmittel lediglich nach vorheriger Absprache mit einem Arzt einnehmen. Zusätzlich eingenommene Vitaminpräparate können sich nicht nur auf die Mutter, sondern ebenso auf das Kind auswirken. Risiken durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft sind bisher nicht bekannt.

Jedoch sollten vor allem Allergikerinnen oder Frauen, die unter chronischen Krankheiten leiden, vor der Einnahme von Ergänzungsmitteln Rücksprache mit dem Arzt nehmen. Bei einer Beratung beim Arzt kann geklärt werden, welche Risiken und welcher Nutzen sowohl für Sie als auch für Ihr Kind bestehen. Der Arzt kann eine spezifische Empfehlung aussprechen und feststellen, welche Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft eingenommen werden sollen.

Wann sollte man auf Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft verzichten?

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft ausgewogene Ernährung

Falls Sie sich ausgewogen ernähren sowie sich in regelmäßigen Abständen an der frischen Luft bewegen, benötigen Sie nicht unbedingt Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft. Jedoch sollten Sie überlegen, Folsäure und Jod einzunehmen, da die Einnahme Studien zufolge sinnvoll ist.

Bestimmte Umstände wie schlechte Wetterbedingungen können dazu führen, dass Fischöl- und Vitamin-D-Präparate zusätzlich eingenommen werden müssen. Wer unter Allergien oder Unverträglichkeiten leidet, sollte beim Arzt abklären lassen, ob von einer Zufuhr zusätzlicher Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft abzuraten ist.

Bewertung

Während der Gravidität herrscht einige Unsicherheit darüber, welche Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sinnvoll sind. Es wird viel über das Thema geschrieben. Falls Sie sich häufig schlecht fühlen und Sie unter Übelkeit und Erbrechen leiden, kann die Einnahme von zusätzlichen Vitaminen wichtig sein.

Sie sollten jedoch bei einem Arzt abklären lassen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. Eine Gefährdung durch eine Überdosierung nach der Einnahme herkömmlicher Mittel zur Nahrungsergänzung ist indessen nicht möglich.

Fazit: Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen in der Schwangerschaft sinnvoll

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sind insbesondere für Frauen ein Thema, die sich über die Nahrungsmittel nicht ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen können. Außerdem spielen äußere Umstände wie das Wetter eine Rolle, ob bestimmte Nährstoffe wie Vitamin D in ausreichender Menge zugeführt werden. Wer unsicher ist, kann am besten einen Arzt darüber befragen, ob die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft sinnvoll ist.

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